wer keine Tor schießt, wird Letzter

30-05-2011

Unser erster Gegner war Post Leipzig. Eigentlich eine dankbare und vorallem lösbare Aufgabe. Sind doch die ersten Spiele eines Turniers nicht die Stärke unserer Mannschaft. So war es auch an diesem Tag. Ohne Bäume aus zu reißen waren sie den Leipzigerinnen deutlich überlegen. Julia im Tor hatte den Ball ganze 2 mal in ihrem Besitz. Das spricht eine deutliche Sprache. Allein das  mit  dem Tore schießen wollte nicht klappen. Melanie, Salzi und Franzi waren insgesamt 7 mal allein vor dem Tor, waren aber nicht in der Lage, das Runde ins Eckige zu bekommen. Zu dem verliefen sich unsere Mädchen regelmäßig im Abseits. So blieb es beim 0:0, ein sehr ärgerliches Ergebnis.

Beim zweiten Spiel, gegen den DFC, wiederholte sich das Drama, verschärfte sich jedoch noch. Die Zwickauerinnen stellten sich hinten rein, bildeten quasi eine 10 Mann Abwehr um den Strafraum, störten zeitig und verhinderten so ein sinnvolles Spiel unserer Mannschaft. Die war allerdings nicht in der Lage die Abwehr durch schnelles Kombinationsspiel auszuhebeln. Mit Einzelaktionen, der Brechstange oder einfach nur mit dem Kopf durch die Wand wollten sie ein Tor erzwingen. Das gelang erneut nicht. Im Gegenteil. Der einzig vernünftigen Angriff der Gastgeberinnen sorgt für das absolut unverdiente 1:0. Julia konnte die allein auf das Tor zulaufende Stürmerin noch bremsen, den Abpraller verwerteten die Zwickauerinnen ohne Probleme. Man darf unsere Mädchen fragen, warum außer Emily und Jenin keine mit zurück gekommen ist, um die Situation zu klären, aber 4 Gegenspielerinnen vor Julias Tor auftauchten. So verliert man zwangsläufig das Spiel.

Damit waren unsere Mädchen für die letzten beiden Spiele gegen Aue und zum Schluss gegen Rähnitz gehörig im Zugzwang. Bei beiden Spielen zeigten sie deutlich bessere Leistungen, ohne jedoch zu überzeugen. Beide Spiele wurden mit 1:0 verloren. Ursache war erneut die katastrophale Chancenverwertung und fehlende Laufbereitschaft. Julia zeigte besonders gegen Aue tolle Reflexe, besonders bei Weitschüssen raubte sie den auer Spielerinnen fast den Nerv, um dann einen sicher gehaltenen Ball fallen zu lassen. Diese Chance ließen sich die Veilchen nicht entgehen. Auf der anderen Seite war unsere Mannschaft nicht in der Lage, das auer Tor ernsthaft zu gefährden. Waren unsere Angreiferinnen vor dem Strafraum, rückt keine der Mittelfeldspielerinnen nach, um den 2. Ball zu verwerten.

Gegen Rähnitz musste nun ein Sieg her, um den letzten Platz zu vermeiden. Kurz gesagt, es gelang der Mannschaft nicht. Obwohl mit Kristin von Carlsburg eine Spielerin im Tor des 1. FFC Dresden-Rähnitz im Tor stand, mit der alle am wenigsten gerechnet hatten, brachten es unsere Mädchen nicht fertig, ihre Chancen zu nutzen. Auch in diesem Spiel wurden klarste Gelegenheiten nicht genutzt. Im Gegenzug einer vergebenen Möglichkeit nutzten die Rähnitzter eine erneute Schlafeinlage der insgesamt extrem schwachen Linienrichter zum 1:0 Siegtreffer, der aus einer klaren Abseitsstellung entstand. Julia und die gesamte Abwehr waren dadurch chancenlos.

Insgesamt boten unsere Mädchen eine erschreckend schwache Leistung. Die Verteidigerinnen, überwiegend die C-Spielerinnen Jenin, Luise und der souveränen Emily als letzten Mann müssen jedoch ausdrücklich von der Generalkritik ausgenommen werden. Im Gegenteil speziell gegen Aue und Rähnitz boten sie eine tadellose Leistung, zeigten Einsatz und bügelten einen Fehler nach dem anderen ihren Mitspielerinnen aus. Vielleicht sollten die gestandenen Spielerinnen weniger mit dem Mund spielen. Viel mehr sollten sie sich auf das Spiel und das Verwerten der Chancen konzentrieren, denn Worte erzielen keine Tore, zumindest beim Fußball nicht. Es kann also nur besser werden. Immerhin stehen ja noch die Landesmeisterschaften auf dem Kleinfeld am 19.6. auf dem Programm. Mit über 200 Toren in der Bezirksliga sind besonders die Stürmer gefragt, das zu bestätigen. Hoffentlich war diese letzte Platz ein Muntermacher zur rechten Zeit.

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