SV Johannstadt 90 - Chemnitzer FC 3:6 (0:4)

18-11-2012

Im Viertelfinale des Landespokals hatten sich die Mädels vom SVJ viel vorgenommen. Man hatte die Chance den Regionalligisten Chemnitzer FC zu ärgern und wollte für eine kleine Überraschung sorgen.

Johannstadt spielte von Beginn an mutig nach vorn. Leider zu mutig, wie sich schnell herausstellen sollte. Chemnitz münzte seine Erfahrung durch drei Konter zur schnellen und eindeutigen Führung um. Drei mal gelang den Chemnitzerinnen der schnelle Durchbruch über die Außen, welche mustergültige Flanken auf die mitgelaufenen Spielerinnen setzten. So netzte Theresa Schneider in der 5. Minute zur Führung der Gäste ein. Eine Minute später erhöhte Loreen Schmidt auf 2:0 und in der 11. Spielminute war es Christin Janouch, die die Führungstreffer markierten. Johannstadt ließ sich nicht beirren und spielte weiter nach vorn, erarbeitete sich so die ein oder andere Möglichkeit zu einem Anschlusstreffer. So fehlte Christina Rolf der Mumm auch mal in aussichtsreicher Position mit Links statt mit der geliebten rechten Klebe abzuziehen, Anna Salzmann trifft die Latte, und Waldi verpasst denkbar knapp den Querpass von Sturmkollegin Anna. So ging es, nach dem zwischenzeitlichen 4:0 von Christin Janouch, ebenso durch einen mustergültig vorgetragenen Konter, ohne zählbares für Johannstadt in die Halbzeitpause.

 

In der zweiten Hälfte blieb das Spiel weiter Temporeich. Ausgeglichen ging es im Mittelfeld zu Werke. Johannstadt schaffte es aber nicht, sich entscheidend durchzusetzen. Ein Kopfball von Antje Scholz war ein Achtungszeichen. Es waren aber wieder die Chemnitzerinnen, die das Tor machten. Nach einem Einwurf setzte sich erneut Christin Janouch durch und schoss aus 20 Metern zur 5:0 Führung. Nun wurde es brisant, denn innerhalb von vier Minuten gelangen den Gastgeberinnen drei Treffer. Endlich vermochte man sich im Angriff durchzusetzen. Den Anschlusstreffer erzielte Antje Scholz, welche durch ihren Ehrgeiz und ihre bissige Zweikampfführung positiv auffiel, nach Flanke von Waldi. Das 2:5 markierte Kristin Hermann, welche zuvor schon zweimal im Eins gegen Eins gescheitert war, nach erneuter Hereingabe von Anne Waldhauer, weil sie am langen Pfosten einlief. Den dritten Treffer bereitet Antje spektakulär vor und die eingewechselte Franziska Thielemann schiebt den Ball in die kurze Ecke. Johannstadt gab weiter Gas, hatte die ein oder andere kleinere Möglichkeit zum Verkürzen, aber die Zeit rannte davon. Und dann schlichen sich zu viele Ungenauigkeiten im Passspiel ein, was am Ende dazu führte, das kaum noch Strafraumszenen, geschweige denn Chancen zu sehen waren. Chemnitz hingegen konterte nach wie vor gefährlich. Christiane Zippack stoppte bei einem der Konter Carolin Horn regelwidrig. Den resultierenden Freistoß verwandelte Anne Zöllner zum 6:3 Endstand.

 

Nach dem Ausbleiben der Pokalüberraschung geht es am kommenden Sonntag (25.11.) auswärts beim Aufsteiger Hoyerswerda darum im Ligabetrieb den Anschluss zur Spitze nicht zu verlieren und drei Punkte einzusacken. Das nächste Heimspiel lässt auf sich warten, da die Partie am 2.12. gegen Hohenstein/Ernstthal abgesagt wurde.

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