Chemnitzer FC - SV Johannstadt 90 4:5 (1:3)

11-05-2014

Siegtor in letzter Minute

Pünktlich zum Anstoß zog der Himmel sich zusammen und ergoss sich über uns. Kein gutes Zeichen für den Beginn des Spiels.

 

Unbeeindruckt von den Witterungsbedingungen zeigte sich die Mannschaft voller Tatendrang. Munter und mutig spielten wir nach vorn und schossen uns warm. In der 8. Minute war es Kapitän Waldi, welche diesmal ihre erste Chance durch die Hereingabe von Franzi zum 0-1 nutzen konnte. Christina legte nur 5 Minuten später zum 0-2 nach, Passgeberin war Katha.

 

Als sich der Regen beruhigte, beruhigte sich auch unserer Spiel. Der Drang zum gegnerischen Tor flachte ab. Wir hielten uns viel im Mittelfeld auf und ließen Chemnitz kommen. In der 30. Minute erhöhte Waldi unbeeindruckt auf 0-3. Doch die Ballverluste häuften sich, durch eigene Fehler in der Vorwärtsbewegung, die Defensive geriet so immer mehr unter Druck. Nach Ecke, von Seiten der Gastgeberinnen, wird Manu stark bedrängt und Chemnitz erzielte den 1-3 Anschlusstreffer. Eine direkte Antwort hatten wir parat: Franzi verfehlte mit einem Pfostenschuss nur knapp. Chemnitz konterte mit langen Bällen und erspielte sich Strafraumszenen, welche ebenfalls ungenutzt blieben. Mit dem 1-3 ging es in die Halbzeit. Zwecke hatte in der ersten Halbzeit übrigens einen Schirm eingebüßt.

 

Frisch getrocknet und bei schönsten Sonnenschein starteten wir in die zweite Hälfte. Das Spiel lief so weiter, wie es aufgehört hatte. Chemnitz drückte erneut und mitten in diese Phase unser 4.Treffer. Nach einem doppelten Innenpfostenschuss traf Franzi zum 1-4. Ein weiteres Zeichen in Richtung Sieg. Denkste, denn ganze 11 Minuten später stand es  4-4. Zu viel klein-klein steigerte die Fehlpassquote, stärkte die CFC-Frauen, die sich nun auf  Balleroberung  und lange Bälle nach vorn in die Tiefe konzentrierten. Madeleine Schüppel (51.) gewinnt ein Laufduell schob zum 2-4 ein, Dr. Regina Roschmann (54.) legt durch einen direkt verwandelten Freistoß zum 3-4 nach und Anne Zöllner (60.) egalisiert zum 4-4 Ausgleichstreffer.

 

30 Minuten blieben jetzt noch und das Duell begann von vorn. Wir übernahmen das Zepter, denn wir wollten unbedingt den Sieg. Das Tempo wurde wieder verschärft und das Spiel wurde intensiver.  Anna legte für Hermie auf, welche an der Torfrau scheiterte. Christina trifft nach Freistoß, befand sich aber im Abseits. Anna spielte die Torfrau aus, bekommt den Ball aber auch nicht hinter die Linie gedrückt. Franzi köpft nach Ecke übers Tor und Joker Sandra schoss ihre Namensvetterin Sandra Felber berühmt. Langsam wurde das Spiel hektischer. Es waren keine 2 Minuten mehr zu spielen. Eine klare Führung aus der Hand gegeben, das arbeitete in den Köpfen. Doch wir bewiesen uns einmal mehr Kopfstark und spielten unsere Stärke aus.

 

Erst in der letzten Minute erlöste uns Franzi, nach starken Pass von Anna, und sicherte uns diesen letztendlich doch verdienten Sieg. Vor Freude vielen wir uns alle in die Arme. Aber Konzentration war angesagt, noch einmal verteidigen, noch einmal sicher stehen und dann waren uns die drei Punkte nicht mehr zu nehmen. Nach dem Schlusspfiff war von der Knappheit des Spieles kaum noch was zu sehen, jede lag jeder in den Armen, jede bedankte sich bei jeder. Das Team hat einmal mehr gezeigt, wie stark es ist, sowohl im Kopf, als auch auf dem Feld.

 

Nächste Woche geht es nach Spitzkunnersdorf.

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