TSV Spitzkunnersdorf - SV Johannstadt 2:3

11-04-2010

Nicht schön aber am Ende sind es drei Punkte

So sollte man dieses Spiel auch bewerten. Auf ungewohnten Untergrund und mit reichlich Verspätung begann die Partie zögerlich. Johannstadt zu Beginn der Partie noch in der Aufwärmphase, ein Stau auf der A4 verhinderte dies vor dem Spiel, und Spitzkunnersdorf mit zaghaften Vorstößen. Nach gut einer Viertelstunde nahm die Partie seitens Johannstadt dann Fahrt auf.

Nach guten Kombinationen lag das Tor schon förmlich in der Luft. Peggy Heilmann, Anne Waldhauer und Claudia Töpfer ließen jedoch die Chancen noch ungenutzt. Und in der 22. Minute war es dann soweit. Aline Haufe brachte den Ball diagonal vor den Strafraum, Claudia Töpfer nahm diesen gegen die Laufrichtung beider Abwehrspielerinnen mit und versenkte in Stürmermanier ohne lange zu überlegen. Bann gebrochen? So schien es, nach dem Anica Lindner, technisch doch sehr ansehnlich gemacht, acht Minuten später auf 2:0 erhöhte. Und so dachte dann wohl auch das Schiedsrichtergespann. Der Schreiberling will ja nicht wieder auf die armen Teufel in Schwarz herum reiten, aber seit wann entscheidet ein Spielstand auf Ecke oder nicht? Die Zunft in Schwarz sollte ein Spiel im Frauenfussball auch so nach den Statuten pfeiffen wie im Männerfussball und nicht nach "Augenaufschlag"! Und vorallem solche Äußerungen unterlassen.

Aber zurück zum Spiel. Auch ohne die Ecke hätte Johannstadt die Führung weiter ausbauen können und müssen. Nur ist "Bruder Leichtfuß" ein ständiger Begleiter. Spitzkunnersdorf merkte man den gebrochenen Willen bis dato an und statt das in Toren auszudrücken setzte man sich quasi mit dem Halbzeitpfiff wieder unter Druck. Ein Gegentor, was in der Entstehung weit vor dem kleinen Aussetzer von Antje Scholz hätte unterbunden werden können. Drei Johannstädterinnen waren nicht in der Lage, die Torschützin an ihrem Schuss zu hindern. Und es gibt ja diese "Phrasen vom Rasen" mit dem psychologischen Knackpunkt eines solchen Tores...

Und die stimmen doch mal wieder. Aus der Kabine heraus und völlig von der Rolle präsentierte sich Johannstadt im zweiten Durchgang. Warnschüsse von Spitzkunnersdorf gab es genug. Noch konnte Antje Scholz einen guten Freistoß ans Lattenkreuz lenken, doch gegen den Schuss in der 53. Minute ins lange Eck war sie dann doch machtlos. Und nun? Zwei Torevorsprung weg, das Spiel aus der Hand gegeben und niemand im Team war um Ruhe und Ordnung bemüht. So hat sich Johannstadt noch nie präsentiert. Es galt nur noch Kontern. Lucie Müller und Peggy Heilmann vergaben ihre Chancen, Christiane Zippack nutzte hingegen ihre und schob zum glücklichen Siegtreffer ein.

Am Ende ist es immer Wurscht, wie drei Punkte zu stande kommen. Aber die Aufgaben in den kommenden Wochen werden nicht leichter. Gegen den 1. und 3. der Liga gilt es in den nächsten zwei Spielen den "Bruder Leichtfuß" zu Hause zu lassen und mehr Verantwortung auf dem Platz zu übernehmen.

 

Auftsellung:

Antje Scholz - Peggy Heilmann, Doreen Gloge, Veronika Neumann, Aline Haufe - Claudia Töpfer, Mandy Bogott, Christiane Zippack, Susi Moch (70' Lucie Müller) - Anica Lindner, Anne Waldhauer (89' Uta Langner)

 

Torfolge:

0:1 22' Claudia Töpfer

0:2 30' Anica Lindner

1:2 45'

2:2 53'

2:3 82' Christiane Zippack

 

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