Hoyerswerdaer SV - SV Johannstadt 90 2:3 (1:0)

10-12-2006

Erst in Unterzahl den Hauch eines Spieles gezeigt

Zum letzten Punktspiel des Jahres mussten die Johannstädterinnen nach Hoyerswerda reisen. Wieder mit dabei die Abwehrspielerinnen Marie Walther und Eva Hempel, dafür mussten die Dresdnerinnen erneut auf Peggy Heilmann verzichten, sowie auf Doreen Gloge.

Der nächste Schock noch vor dem Spiel. In der Aufwärmphase verletzte sich auch noch Romy Heineken so, dass an einen Einsatz nicht mehr zu denken war. Aber selbst die Ausfälle dieser Spielerinnen konnte kein Argument für die im Anschluss gezeigte Leistung sein. Von Beginn an setzte Hoyerswerda die Akzente im Spiel - Johannstadt schaute nur zu und verlor fast alle Zweikämpfe. Von Angriffsfussball war nichts zu sehen, so dass die Torfrau aus Hoyerswerda in der ersten Halbzeit eine ruhige Zeit verlebte. Anders erging es da Marlen Ebert. Sie hatte einige Distanzschüsse abzuwehren. Nur in der 18. Minute war sie machtlos bei dem Schuss aus gut 25 Metern. Verdient ging Hoyerswerda in Führung, sie waren zu diesem Zeitpunkt die aktiviere Mannschaft. Auch nach dem Rückstand konnte Johannstadt den Hebel nicht umlegen und ging mit einem Rückstand in die Pause.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte zeigten die Dresdnerinnen nicht das, was sie eigentlich können. Erst nach dem sich die Mannschaft durch die Rote Karte in der 61. Minute von Sandra Schneider anzahlmäßig schwächte, nahmen sie den Kampf an und versuchten nun, dass Spiel zu kippen. In Folge kam die Abwehr der Gastgeberinnen immer mehr unter Druck und die Fehler nutzte Johannstadt aus. Doreen Göhler war es in der 76. Minute, die das Chaos im Strafraum mit einem satten Schuss ins Tor beendete. Glücklich über diesen Ausgleich vergaß jedoch Johannstadt, dass sie in Unterzahl spielen und machte die Mitte völlig auf. Und genau da setzte Hoyerswerda ihren nächsten Angriff an. Nach einem Stellungsfehler des zentralen Mittelfeldes und der Abwehr gelang der erneute Führungstreffer in der 79. Minute. Jetzt zeigte Johannstadt seine spielerische Klasse in den verbleibenden Minuten. Marie Walther setzte sich auf der rechten Seite energisch durch und behielt freistehend die Nerven, so dass es in der 86. Minute 2:2 stand. Eigentlich schon abgehakt und mit einem Punkt zufrieden, fiel dann in der 90. Minute der sehr glückliche und aber unverdiente Siegtreffer. Anne Waldhauer setzte den Freistoss aus 18 Metern in die Maschen. Auch wenn die Mannschaft eine halbe Stunde in Unterzahl spielte und das Spiel noch drehen konnte - man darf sich doch mal fragen, ob der Einsatz nicht gleich von Beginn an hätte stimmen können. Ist man schon so satt von der bislang erfolgreichen Saison? Für das Pokalspiel muss eine deutliche Leistungssteigerung her.

 

 

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