1.FC Lok Leipzig 2. - SV Johannstadt 90 0:2 (0:1)

06-04-2008

Gelungener Start in die Play-Off Runde

Was nimmt man nun aus der Vorrunde mit? Die Punkte und Tordifferenz und eine Menge offener Rechnungen, hat man doch lediglich 10 von 21 möglichen Punkten erreichen können.

Drei Punkte gab es da im Hinspiel gegen die Reserve von Lok Leipzig. Und so sollte es auch an diesem Tag sein. Begonnen haben beide Teams erst einmal wie die Feuerwehr. Da kam schon die Frage auf, ob alle Beteiligten das Tempo halten könnten. Vorteil hier für die Johannstädterinnen, die gleich in der 8. Minute mit dem Führungstreffer die Loksche unter Zugzwang setzten. Anne Waldhauer setzte sich über die linke Außenbahn durch und bediente ihre Sturmpartnerin Anica Lindner mit einem scharfen Querpass mustergültig. Diese musste nur noch ihren Fuß hinhalten und das Leder zappelte im Netz. Schrecksekunde dann für unsere Mädels, Marie Walther musste bereits nach dreizehn Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Schneller als gedacht kam Peggy Heilmann nach ihrer Wiedergenesung zum Einsatz. Johannstadt zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl und irgendwie von der Rolle. Die Unordnung versuchten nun die Leipzigerinnen zu nutzen, jedoch ohne Erfolg. Nach drei Minuten Chaos ging es dann wieder in geordneten Bahnen zu. Prompt hatte Anne Waldhauer ihre erste Chance, Pech für sie, denn die Latte hing etwas zu tief für ihren Schuss. Und wenn das Pech einmal am Fuß klebt, geht es auch nicht so schnell wieder ab. In der 30. Minute traf Anne Waldhauer erneut Aluminium. Dieses Mal per Kopf und an den Pfosten. Aber warum kann Johannstadt diese Abpraller nicht verwerten? Scheinbar ärgern sich dann alle anderen Spielerinnen gleich mit und haken zu zeitig die Situationen ab.

Auf die Frage, ob das Tempo gehalten werden konnte - bei Leipzig ließ die Konzentration im zweiten Durchgang nach und es schwappte nun eine Angriffswelle nach der anderen auf's Loksche Gehäuse. Glück für die Gastgeberinnen, ihre Torfrau hat mit super Reflexen eine deutlichere Niederlage verhindern können. So in der 57. Minute, als sie den Schuss von Anica Lindner aus Nahdistanz noch mit einer Faust abwehren konnte, den Nachschuss von Peggy Heilmann rettet dann eine Abwehrspielerin und den darauf folgenden Schuss semmelte Claudia Taubert in die Wolken. Und wenn dann einmal die Torfrau geschlagen schien, verfehlten, wie so oft in dieser Saison, unsere Spielerinnen das Tor. So Franziska Schlien nach einer Stunde. Perfektes Solo über 20 Meter, gut die lange Ecke ausgewählt, aber leider um Zentimeter am Tor vorbei. Nur drei Minuten später. Antje Scholz aus Nahdistanz nach Flanke von Franzi - erneut ein toller Reflex der Torfrau, dieses Mal mit Fuß - der Nachschuss von Peggy Heilmann saß dann endlich zum verdienten 2:0 aus Johannstädter Sicht. Leipzig stets bemüht um den Anschlusstreffer, aber an diesem Tag war einfach die Abwehr der Dresdnerinnen zu stark. Und was geschah nach vorne? Alt bewährtes und immer wieder ärgerlich. 100-prozentige werden einfach nicht kaltschnäuzig genug im Tor untergebracht, ob Anne Waldhauer in der 66' freistehend oder in der 88' aus 6 Metern sowie Antje Scholz aus 14 Metern in der 84. Minute. Bloß gut das zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Treffer erzielt wurden, so konnte man es noch mit Galgenhumor nehmen.

Vergessen wir aber mal nicht die Situation in der 80. Minute von Maria Milkau und der Torfrau. Doreen Gloge spielte einen langen Ball auf die durchstartende Maria, Leipzigs Torfrau stürmte gleichzeitig aus ihrem Tor. Ein Lupfer hätte genügt. Aber zu wenig Selbstvertrauen machte die Chance zu nichte und eröffnete dennoch eine neue Möglichkeit. Was war passiert? Die gut aggierende Schlussfrau von Leipzig hatte den Ball knapp außerhalb des Strafraumes aufgenommen und sichtbar war sie sich dessen gar nicht bewußt. Wie auch, die Linien waren dünn mit Kreide behaftet. Aber da die rote Karte zu zücken war schon hart, zumal dadurch keine Chance verhindert worden war. Erinnern wir uns doch nur an das Pokalspiel letzte Woche in Jößnitz - da wurde eine Chance vereitelt und es gab nicht einmal Gelb dafür. Zweierlei Maß für ein und das selbe Vergehen - das soll einer verstehen. Der Freistoß brachte nichts ein.

Was einem bei diesem Spiel auffiel ist, dass Johannstadt endlich einmal über 90 Minuten guten Fussball zeigte, langsam aber sicher an die Leistung der letzten Saison anknüpft, aber auch das Problem der Chancenverwertung nach wie vor besteht.

 

Aufstellung:

Tor:

Monique Eichhorn

 

Abwehr:

Marie Walther (13' Peggy Heilmann), Doreen Gloge, Doreen Göhler, Eva Hempel

 

Mittelfeld:

Claudia Taubert, Franziska Schlien (85' Lucie Müller), Antje Scholz, Maria Kleinfeld

 

Angriff:

Anne Waldhauer, Anica Lindner (75' Maria Milkau)

 

Torfolge:

0:1 ( 8') Anica Lindner

0:2 (63') Peggy Heilmann

 

 

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